Bericht Vortrag von Adam Ondra und Heinz Zak 16.11.2017

Bericht Vortrag von Adam Ondra und Heinz Zak 16.11.2017

Die schwierigste Mehrseillängen Route der Welt

Multimediavortrag von Adam Ondra und Heinz Zak am 16. November 2017

Das Perchtoldsdorf Kulturzentrum in der Beatrixgasse war ausverkauft: Deutlich über 400 Kletteraficionados  aus nah und fern – bis aus Gmünd im Waldviertel – hatten sich eingefunden: Alpenvereinssektion Liesing-Perchtoldsdorf und Kletterhalle „Südwand“ war es gelungen,  Adam Ondra und Heinz Zak für einen Multimedia Vortrag in Perchtoldsdorf zu gewinnen.

Der junge Tscheche Adam Ondra zählt zweifellos zu den weltbesten Kletterern und das Publikum folgte gebannt seinem Vortrag, der dies - und auch Gründe dafür - sehr deutlich machte. Von den klettertechnischen Wurzeln im Mährischen Karst über das laufende, intensive Training bis zur derzeit letzten alpinistischen Großtat, der ersten Wiederholung der schwierigsten Mehrseillängen Route der Welt, der "Dawn Wall" am El Capitan im Yosemite Valley, führte der Bogen und zeigte ein aktuelles klettertechnisches Niveau, das für einen guten Teil der fachlich ausnahmslos interessierten Zuseher und –innen wohl schon außerhalb des Vorstellungshorizonts liegt. Die liebenswerte, bescheidene Persönlichkeit Adam Ondras machte es besonders leicht, seiner faszinierenden Dokumentation zu folgen.

An dieser hat auch Heinz Zak hohe Verdienste. Er, selbst ja ebenfalls ein Kletterer allerhöchster Güte und darüber auch noch ein Großmeister der (Berg-) Fotografie, – wir erinnern uns noch an seinem Vortrag in der „Südwand“ im November 2012 -  hat den jungen Kletterstar in der „Dawn Wall" sowie in vielen anderen Routen begleitet, gefilmt und fotografiert. Er begleitete durch den Abend und zeigte weitere spannende Kletterabenteuer etwa mit Alexander Huber oder Fabian Buhl.

Der Abend verging wie im Flug, in der Pause wurde am reich gedeckten Sektions-Buffet - danke an Alex & Team - intensiv diskutiert und am Ende dankte das Publikum mit langanhaltendem Applaus. Begeisterung, frische Motivation, aber auch Nachdenklichkeit war den dankbaren Zusehern beim Verlassen der Halle deutlich anzusehen …

 

Werner Maresch